Ereignis in Bürrig: Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen richten sich gegen drei Currenta-Mitarbeiter*innen

19.10.2021

Die Staatsanwaltschaft Köln hat heute bekanntgegeben, dass das im Zusammenhang mit dem Explosionsunglück eingeleitete Ermittlungsverfahren nun gegen individuell bezeichnete Personen geführt wird. Es handelt sich um drei Mitarbeiter*innen von Currenta. Zudem hat die Polizei heute Geschäfts- und Betriebsräume von Currenta aufgesucht sowie die Privaträume von vier Mitarbeiter*innen durchsucht.  

Currenta hat großes Interesse daran, dass die Ursachen des tragischen Explosionsunglücks vom 27. Juli 2021 vollumfänglich aufgeklärt werden. Bei der Untersuchung des Unglücks arbeitet das Unternehmen eng mit den Ermittlungsbehörden und den anderen Fachbehörden zusammen. Dies wird auch weiterhin der Fall sein. 

Der gesetzliche Untersuchungsauftrag verpflichtet die Ermittlungsbehörden, das Ermittlungsverfahren zu personalisieren. Voraussetzung dafür ist die Möglichkeit, dass die betreffenden Personen einen strafrechtlich relevanten Fehler gemacht haben könnten. Im Ermittlungsverfahren soll dann überprüft werden, ob sich dieser Verdacht bestätigt oder nicht.  

„Bis zum Abschluss des Verfahrens darf es zu keiner Vorverurteilung unserer Kolleg*innen kommen“, betont Currenta-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Wolfgang Homey. Für Beschuldigte eines Ermittlungsverfahrens gilt uneingeschränkt die Unschuldsvermutung. Currenta bittet deshalb nachdrücklich, dies zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen und zur Sicherstellung eines objektiven staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens zu respektieren. Hierzu zählt insbesondere auch der Anonymitätsschutz der Beschuldigten. 

Die Klärung der Unfallursache wird gewiss noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „Der Unfall wird so umfassend wie möglich untersucht. Daraus ziehen wir die notwendigen Konsequenzen für den zukünftigen sicheren Betrieb der Sonderabfallverbrennungsanlage in Bürrig“, so Homey weiter. 

Videostatement von Wolfgang Homey:

Weitere Meldungen

Ab 21. März: Informationsraum ohne Anmeldung besuchbar

15.03.2022|

Unser Info-Raum zu den zahlreichen und vielfältigen Veränderungen und Verbesserungen der CURRENTA für mehr Sicherheit, Transparenz und Vertrauen kann ab dem 21. März ohne Voranmeldung besucht werden. Alle Informationen finden Sie hier. Zudem finden Sie auf unserer Informations-Website zum Ereignis einen neuen Erklärfilm zum Thema Aktivkohlereinigung belasteter Abwässer. Ebenfalls online: Alle Informationen rund um unsere CHEMPARK-Sicherheitszentralen, ihren Auftrag sowie das [...]

Gutachterliche Stellungnahme bestätigt: Keine Gewässer-Gefährdung durch Abwassereinleitung

25.01.2022|

Ein unabhängiges Expertenteam hat in einer neuen gutachterlichen Stellungnahme eine mögliche Gefährdung des Rheins durch die Abwassereinleitung in Zusammenhang mit dem Großschadensereignis am 27. Juli 2021 untersucht. Das Ergebnis: Die berechneten Clothianidin-Konzentrationen im Rheinwasser unterschreiten den Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 0,1 µg/l pro Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff im gesamten Betrachtungszeitraum vom 27. Juli 2021 bis zum 11. Januar 2022 deutlich. Eine aus dem [...]

Undichte Klappe in einer Leitung: Lösch- und Havarieabwasser in Kläranlage gelangt 

24.12.2021|

Nach dem Großschadensereignis im Juli 2021 mischten sich in der Kanalisation des Entsorgungszentrums Bürrig Löschwasser, normales Abwasser und Havarieabwasser. CURRENTA leitete im Rahmen der unmittelbaren Gefahrenabwehr Teile der aufgefangenen Wassermengen unter Zudosierung von Aktivkohle in die reguläre Abwasserbehandlung ein. Die Bezirksregierung Köln wurde darüber umgehend informiert und hat mittlerweile ausdrücklich bestätigt, dass diese Maßnahme auch im Nachhinein nachvollziehbar ist. In enger Abstimmung mit den verantwortlichen [...]

CURRENTA beantwortet Fragen zum Umgang mit Abwasser nach dem Ereignis

19.12.2021|

Was sagt Currenta zu Behauptungen, es seien Inhaltsstoffe eines Insektizids in den Rhein geleitet worden? Bei dem Unfallereignis im Juli wurden über 35.000 Liter Löschwasser in der Minute eingesetzt. Das Abwasser, das Löschwasser und ausgelaufene Tankinhalte haben sich miteinander vermischt. Wir haben das angefallene Abwassergemisch aufgefangen. Aufgrund der langen Dauer des Ereignisses drohten aber die Auffangkapazitäten zu erschöpfen. Die Löscharbeiten konnten [...]